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Wir sind eine Gruppe Geographie-Studierender, die sich zusammengeschlossen haben, um gegen die Verschlechterung der Studienbedingungen an der Uni Hamburg aktiv zu werden.

Als offene Arbeitsgruppe des Fachschaftsrates (FSR) sind wir dabei auch direkt an unsere institutionelle Interessenvertretung angebunden.

Gemeinsam wollen wir die laufende Kürzungspolitik verstehen, unsere Kommiliton*innen über die Situation informieren und uns damit auseinandersetzen, wie wir wirksamen Protest gegen die Kürzungen organisieren können.

Denn eins ist klar: die Verschlechterung unserer Studienbedingungen lässt sich nur durch kollektiven Druck von uns Studierenden verhindern!

Ob zum Informieren oder aktiv Mitgestalten: wir freuen uns, euch auf einem unserer Treffen oder bei unseren Veranstaltungen zu sehen!

Die Lage an der Uni Hamburg

Die Universität Hamburg ist strukturell unterfinanziert. Ihr von der Stadt Hamburg gestelltes Budget reicht nicht aus, um Personal, Gebäude, Forschungsgeräte etc. zu bezahlen. Schon seit Jahren steigt das Budget der Uni langsamer als die Kosten – die Unterfinanzierung wächst.

Auf Druck aus der Politik hat die Uni das Defizit lange aus eigenen Ersparnissen ausgeglichen, diese sind nun jedoch aufgebraucht. 2025 kamen dann noch ungeplante Mehrkosten in Höhe von 17,6 Mio. € hinzu, die aus dem ohnehin schon zu knappen Budget bezahlt werden sollten. Um dieses Loch zu stopfen, hat die Uni-Leitung allen Fakultäten aufgetragen jeweils 4,5 % ihres Budgets einzusparen.

Obwohl dieser Sparzwang bislang nicht vollständig durchgesetzt wurde, spüren wir die Auswirkungen auf unsere Studienbedingungen schon heute!

Perspektive: Strukturprozess

Mit dem anstehenden Strukturprozess soll es jetzt an die Substanz der Universität gehen! Bis 2032 wird aktuell das Ziel von durchschnittlich 13 % Kürzungen an allen Fakultäten anvisiert – an der MIN-Fakultät wird sogar mit bis zu 24 % Strukturabbau gerechnet!

Wie genau diese Zahlen erreicht werden sollen, dazu hüllt sich die Uni-Leitung bisher in Schweigen. Bekannt ist aber bereits, dass bis 2032 uniweit 370–400 Vollzeitstellen gestrichen werden sollen. Darüber hinaus werden, neben den bereits heute laufenden Maßnahmen, weitere Schwerpunkte von Studiengängen wegfallen und voraussichtlich auch ganze Studiengänge abgeschafft werden.

Auswirkungen der Kürzungen

Die Sparmaßnahmen werden auf die Fakultäten abgewälzt, die verschiedene Maßnahmen ergreifen, um Geld zu sparen.

Von besonderer Bedeutung ist dabei die Vakanzhaltung, also das Nicht-Besetzen von freiwerdenden Stellen. Auch an studentischen Hilfskräften und Tutorien wird gespart. Immer weniger Beschäftigte müssen also dieselbe Menge an Arbeit leisten.

Was für die Beschäftigtenvor allem Überlastung bedeutet, spüren wir Studis in Form von abnehmender Lehrqualität. Veranstaltungen werden schlechter vor-/nachbereitet, für gute Betreuung bleibt kaum mehr Zeit, Tutorien fallen weg und die Gruppengröße in den Veranstaltungen steigt. Externe Lehraufträge können nicht mehr bezahlt werden und die Diversität des Lehrangebotes sinkt.

Wir müssen selbst aktiv werden!

Finanzsenator Andreas Dressel und Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal machen kein Geheimnis draus: mit ihnen wird es in den kommenden Jahren keine bedarfsgerechte Ausfinanzierung der Uni geben. Auch die Uni-Leitung sieht sich lediglich in der Rolle der Mangelverwalterin und trägt den Sparkurs durch den anlaufenden Strukturprozess weiter mit.

Noch ist es für die Verantwortlichen zu bequem, den Sparkurs weiterzufahren. Es liegt an uns Studierenden, das zu ändern!

Für gute Studien- und Arbeitsbedingungen müssen wir uns gemeinsam mit all denen einsetzen, die von der aktuellen Sparpolitik betroffen sind: Studierende, studentisch Beschäftigte und das technische und akademische Personal.

Mit breitem, geschlossenem Protest und Streik können wir uns wirksam für unsere Interessen einsetzen und den Struktur-abbau stoppen!

Schließt euch uns an!
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Geos against funding cuts

We are a group of geography students who have joined forces to take action against the deterioration of study conditions at the University of Hamburg.

As an open working group of the student council (FSR), we are also directly linked to our institutional interest group.

Together, we want to understand the current policy of cuts, inform our fellow students about the situation, and discuss how we can organize effective protests against the cuts.

It is obvious: the deterioration of our study conditions can only be prevented through collective pressure from us students!

Whether you want to stay informed or get actively involved, we look forward to seeing you at one of our meetings or events!

The situation at the University of Hamburg

The University of Hamburg is structurally underfunded. Its budget, provided by the city of Hamburg, is not sufficient to pay for staff, buildings, research equipment, etc. For years, the university’s budget has been growing more slowly than costs – the underfunding is growing.

Under pressure from politicians, the university has long offset the deficit from its own savings, but these are now exhausted. In 2025, unplanned additional costs of €17.6 million were added, which were to be paid for from the already tight budget. To plug this hole, the university management has instructed all faculties to save 4.5% of their budgets.

Although these austerity measures have not yet been fully implemented, we are already feeling the effects on our study conditions today!

Perspective: Structural process

The upcoming structural process is now set to tackle the substance of the university! The current target is to achieve an average of 13% cuts across all faculties by 2032 – and the MIN faculty is even expecting structural cuts of up to 24%!

The university management has so far remained silent on exactly how these figures are to be achieved. However, it is already known that 370–400 full-time positions are to be cut across the university by 2032. In addition to the measures already in place, further areas of focus in degree programs will be eliminated and entire degree programs are also likely to be abolished.

Impact of the cuts

The austerity measures are being passed on to the faculties, which are taking various measures to save money.

Of particular importance here is the practice of leaving positions vacant, i.e., not filling positions that become available. Savings are also being made on student assistants and tutorials. This means that fewer and fewer employees have to do the same amount of work.

What this means for employees is primarily overload, while we students feel the effects in the form of declining teaching quality. Courses are less well prepared and followed up, there is hardly any time left for good supervision, tutorials are being dropped, and group sizes in courses are increasing. External teaching assignments can no longer be paid for, and the diversity of courses on offer is declining.

We must take action ourselves!

Finance Senator Andreas Dressel and Science Senator Maryam Blumenthal make no secret of the fact that, with them at the helm, there will be no needs-based funding for the university in the coming years. The university administration also sees itself merely as an administrator of shortages and continues to support the austerity measures through the ongoing structural process.

It is still too convenient for those responsible to continue with the austerity measures. It is up to us students to change that!

To ensure good study and working conditions, we must join forces with all those affected by the current austerity policy: students, student employees, and technical and academic staff.

With broad, united protest and strikes, we can effectively defend our interests and stop the structural cuts!

Join us!
Signal- Gruppe
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auf unserer Vollversammlung haben wir zusammen folgendes Statement beschlossen:

1. Wir verurteilen die mangelhafte Finanzierung unserer Universität durch den Hamburger Senat, der damit unmittelbar für unsere schlechter werdenden Studien- und Arbeitsbedingungen verantwortlich ist. Wir fordern den Senat der Stadt Hamburg und die Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal auf, die bedarfsgerechte staatliche Finanzierung von Lehre und Forschung an der Universität Hamburg langfristig sicherzustellen.

 2. Wir fordern das Präsidium der Universität Hamburg unter Leitung von Hauke Heekeren, den MIN-Dekan Norbert Ritter und den Fachbereichsleiter Jörn Peckmann dazu auf, sich der laufenden Kürzungspolitik zu widersetzen, anstatt sich am kaputt sparen von Forschung und Lehre weiter zu beteiligen! Wir fordern die Verantwortlichen dazu auf, der Studierendenschaft alle vorliegenden Informationen zur Finanzlage, der Umstrukturierung des Fachbereichs und zum Umzug ins Haus der Erde und ins MIN-Forum öffentlich bereitzustellen.

 3. Wir appellieren an unsere Kommiliton*innen des Fachbereichs Erdsystemwissenschaften und alle Studierenden, mit uns gemeinsam aktiv zu werden: für gute Lehre und eine zivile, finanziell und politisch unabhängige Universität! Hierfür schaffen wir – die Fachschaft Geographie und unser Fachschaftsrat – Räume, die den Austausch und gemeinsame Aktionen der Studierenden fördern.

 4. Wir solidarisieren uns mit dem Kampf des akademischen und technischen Mittelbaus für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. Wir solidarisieren uns mit den studentischen Beschäftigten in ihrem Kampf für einen Tarifvertrag (TVStud). Wir streben die verstärkte Vernetzung mit den Beschäftigten an und rufen zur Beteiligung an ihren Protest- und Streikaktionen auf. Den Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen verstehen wir als Teil des Kampfes gegen Kürzungspolitik.

Wenn ihr Lust habt euch zu engagieren, kommt gerne in die Signal Gruppe der „Geos gegen Kürzungen“. Dort werden weitere Aktionen geplant, wie wir uns als Gruppe der Studierenden Sichtbarkeit verschaffen und gegen die aktuelle Kürzungspolitik einsetzen können.

Wir finden die aktuellen Kürzungen richtig problematisch. Sie verschlechtern die Qualität unserer Lehre stark.
Deshalb haben wir im Juni 2025 eine Vollversammlung mit euch Geo-Studis organisiert, um euch zu zeigen, was gerade alles schiefläuft, was das für uns bedeutet und sind in den Austausch gegangen, was wir dagegen unternehmen können.

hier findet ihr das Protokoll zur VV mit allen Infos zum nachlesen.
We don’t have the english translation yet, it’s just gonna take a couple more days- if you need it now please let uns know.