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Safer Space

by fsr_admin

***english below***

Wir, der FSR Geographie, wollen ein Safer Space für alle Studis sein. Im Rahmen unserer Umfrage an die Geographiestudis haben uns Nachrichten erreicht, die diskriminierende Vorfälle von Mitgliedern des FSR auf unseren Veranstaltungen ansprachen. Diese Nachrichten nehmen wir sehr ernst, schließlich haben wir an uns den Anspruch, vorurteilsfrei, offen, tolerant und queer-freundlich zu sein. Wenn ihr von diskriminierendem Verhalten unsererseits betroffen seid, möchten wir das gerne aufarbeiten und vermeiden, dass so etwas wieder vorkommen kann.

Falls ihr Gesprächsbedarf habt, haben wir anbei einige Stellen aufgelistet, an die ihr euch wenden könnt:
Vertrauenspersonen im FSR:
Charlotte Biel () und
Maxi Jonda (),
die Vertrauenspersonen sind auch erreichbar über folgendes anonymes Kontaktformular: https://particify.uni-hamburg.de/p/95616733

Wenn ihr nicht direkt mit dem FSR in Kontakt treten möchtet, hat sich Janina Dannenberg, Gleichstellungsbeauftragte am Institut (), bereiterklärt, ansprechbar zu sein und ggf. zu vermitteln.

Weitere Stellen bei Diskriminierung an der UHH:
Flyer vom AK Antidiskriminierung https://www.geo.uni-hamburg.de/geographie/studium/diskriminierung-flowchart.html
AStA – Referat Antidiskriminierung: https://www.asta-uhh.de/0-euer-asta/1-kontakt/07-antidiskriminierung.html
Zentrum Antidiskriminierung UHH: https://www.uni-hamburg.de/antidiskriminierung.html

Natürlich sind wir auch immer persönlich ansprechbar!

Wir als FSR möchten uns aufrichtig entschuldigen und werden daran arbeiten, dass sich bei uns alle wohlfühlen.

******

We, the Geography Student Council (FSR), want to be a safe space for all students. In the course of our survey among Geography students, we received messages highlighting discriminatory incidents involving FSR members at our events. We take these messages very seriously. After all, we strive to be open-minded, tolerant, prejudice-free, and queer-friendly. If you’ve experienced discriminatory behaviour from us, we want to address it and make sure it doesn’t happen again.

If you’d like to talk about it, here are some people you can reach out to:
FSR trusted contacts:
Charlotte Biel () and
Maxi Jonda ().
They can also be reached anonymously via this contact form: https://particify.uni-hamburg.de/p/95616733

If you’d prefer not to contact the FSR directly, Janina Dannenberg, the Institute’s Gender Equality Officer (), is happy to listen and, if needed, mediate.

Other resources for discrimination at UHH:

AK Anti-Discrimination Flyer: https://www.geo.uni-hamburg.de/geographie/studium/diskriminierung-flowchart.html
AStA – Anti-Discrimination Office: https://www.asta-uhh.de/0-euer-asta/1-kontakt/07-antidiskriminierung.html
UHH Centre for Anti-Discrimination: https://www.uni-hamburg.de/antidiskriminierung.html

Of course, we’re always happy to chat in person too.

As the FSR, we sincerely apologise and are committed to making sure everyone feels welcome and comfortable with us.

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Begrifflichkeiten … hinterfragt (2021/2)

by fsr_admin

In der heutigen Ausgabe soll es zunächst um die Begriffe Awareness und Antidiskriminierung gehen. Was genau heißt es überhaupt, Awareness für ein Thema zu fördern, erlangen oder auszuüben? Warum kann Awareness hilfreich sein? Und reicht Awareness aus, um ein menschliches Miteinander zu schaffen, oder braucht es mehr? Was heißt es, sich für Antidiskriminierung einzusetzen? Was gibt es für Diskriminierungsformen? Und wie kann sich Diskriminierung im Alltag äußern?

Vorab ein kurzes Glossar, das das Leseverständnis erleichtern soll:
Awareness

Awareness oder auch Sensibilisierung beschreibt den Prozess, sich etwas bewusst zu werden. Im zwischenmenschlichen Kontext geht es vor allem darum, sich Bedürfnisse verschiedener Menschen, (unter)bewussten Stereotypen oder diskriminierender Strukturen bewusst zu werden, um ein faires, inklusives und angemessenes Miteinander erzielen zu können. Dazu gehört es, die eigenen Privilegien zu erkennen, um das (manchmal unbewusste) Machtgefälle zwischen privilegierten und weniger privilegierten Personen zu durchbrechen. Je nach Situation und Kontext können die Eigenschaften, die eine Person privilegiert machen, sehr verschieden sein. Hautfarbe, Herkunft, Religion, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Behinderung, Erkrankung und und noch zahlreiche andere Dinge spielen hier eine Rolle.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Awareness zu praktizieren, und je nach Thema sind verschiedene Ansätze sinnvoll. Braucht es z.B. zunächst Wissen, wie eine Situation barriereärmer gestaltet werden kann? Oder müssen Stereotype und Vorurteile hinterfragt und abgelegt werden? Sind geschützte Räume erforderlich, in denen Personen Unterstützung in belastenden Situationen erhalten? Und reicht Awareness? Oder sollten auch Akzeptanz und Inklusion gefördert werden?
Awareness, idealerweise mit Akzeptanz und Inklusion, ist also erstrebenswert, um das menschliche Miteinander rücksichts- und verständnisvoll, fair und inklusiv zu gestalten.

Diskriminierung

Diskriminierung beschreibt eine Unterscheidung von Menschen, die zu Ausgrenzung oder Benachteiligung für Gruppen oder Personen führt. Dabei können Menschen aufgrund verschiedenen zugeschriebenen Eigenschaften auf verschiedene Weisen diskriminiert werden. Verschränkungen von verschiedenen Diskriminierungen führen zu unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen (Stichwort: Intersektionalität). Wenn die oben angesprochenen Eigenschaften einige Menschen privilegieren, stellen sie eben auch andere Menschen in eine Position, in der sie Diskriminierung erfahren können. Diskriminierung kann direkt mit einer oder mehreren Zuschreibungen zu tun haben und auf individueller Ebene stattfinden, aber gleichzeitig genauso indirekt oder in Strukturen und Systemen verankert sein. Wenn ihr euch mehr mit den unterschiedlichen Diskriminierungsarten beschäftigen wollt, findet ihr unten einen Artikel zu Begriffen und Grundlagen von Diskriminierung/Antidiskriminierung und ein kurzes Erklärvideo zu struktureller Diskriminierung.

Antidiskriminierung

Mit dem Sammelbegriff Antidiskriminierung werden im breiteren Sinne verschiedene Maßnahmen bezeichnet, die das Ziel haben, Diskriminierung zu reduzieren. Dazu zählt z.B., wie oben angesprochen, Awareness, Akzeptanz und Inklusion zu fördern. Aber auch Diversity-Konzepte und Anlaufstellen, die sich für die Belange von Diskriminierung betroffenen Gruppen einsetzen, wie Gleichstellungsbeauftragte, das Familienbüro oder das Büro für die Belange von Studierenden mit Behinderungen und chronischen Krankheiten hier an der Uni, zählen dazu. Unter dem Schlagwort Diversity wird auch an der Uni Hamburg ein Konzept verfolgt, um Diskriminierungen zu verringern. Vorsicht ist geboten, wenn Diversität als bloße Anerkennung von Vielfalt verstanden wird, da dies dazu führen kann, komplexe und strukturell gewachsene Diskriminierungsformen zu verschleiern (Eggers und Auma 2011: 59). So ist auch das Diversity-Konzept der UHH ausbaufähig. Räume für strukturell benachteiligte Gruppen zu öffnen, ohne die Diskriminierungsformen aktiv zu bekämpfen, trägt nicht dazu bei, z.B. eine Lehr- und Lernatmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen. Im Gegenteil erschafft es den Anschein, tolerant, divers und offen zu sein. Davon profitiert eine strukturell-hierarchische, monetär-organisierte und cis-patriarchalische Institution in den Augen der Öffentlichkeit. Sie kümmert sich jedoch kaum mehr darum, wie es den Menschen geht, von dessen Identitäten sie dadurch profitiert.

Quellen und weitere Informationen
Artikel
  • Bundeszentrale für politische Bildung: Diskriminierung/Antidiskriminierung – Begriffe und Grundlagen
    • Inhalt: Begriffe und Konzepte zu Diskriminierung, und zum Teil rechtliche Grundlagen und deren Geschichte
  • Böhm, J.; Verband Österreichischer Gewerkschaftlicher Bildung; Zivilcourage und Anti-Rassismus Arbeit: Leitfaden zum Umgang mit rassistischen, sexistischen Äußerungen. https://www.uibk.ac.at/gleichbehandlung/service/leitfaden_antidiskriminierung_allg.pdf.
    • Inhalt: Begriffserklärungen und Leitfaden zum Umgang mit diskriminierenden Äußerungen
  • Eggers, Maureen Maisha; Auma, Maureen Maisha (2011): Interdependente Konstruktionen von Geschlecht und rassistischer Markierung: Diversität als neues Thematisierungsformat?. In: Bulletin Texte / Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien. Humboldt-Universität zu Berlin. Nr. 37. S. 56-70. DOI: https://doi.org/10.25595/120 .
  • Hochschulen und Antidiskriminierungsarbeit (Auswahl)
    • AStA der Uni Hamburg (Anlaufstelle im Antidiskriminierungsreferat)
    • Hochschule Düsseldorf (guter Ansatz, Hinweise auf Beratungsstellen)
    • Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (guter Anfang, Fokus auf Beschäftigte und AGG)
    • Hochschule Kempten (viele Infos, Fokus eher auf Diversity)
  • Klimacamp im Rheinland: Awareness
    • Inhalt: Wie wird Awareness beim Klimacamp berücksichtigt? Inklusive gut erklärter Hintergründe, warum Awareness wichtig ist.
Podcast
  • The accessible stall, Episode 41: Awareness campaigns, and Colors, 41 Minuten
    • Auch als Transkript verfügbar
    • Über den Podcast: https://www.theaccessiblestall.com/different-disability-podcast/
    • Sprache: Englisch
    • Inhalt der Episode: Was bringen Awareness days („Welttage“), Kampagnen und Farben für bestimmte Behinderungen oder Erkrankungen? Inwiefern braucht es Awareness, Wissen oder Akzeptanz?

Video
  • von RESPEKT: ein Serien-Format des Bayrischen Rundfunks zu Demokratie, Respekt und Toleranz
    • Was ist strukturelle Diskriminierung?: kurzes Erklärvideo (leider ohne Untertitel oder Audiodeskription)
    • Wir gegen die Anderen – Warum lehnen wir Fremdes ab?: ca. 30 Minuten (leider ohne Untertitel oder Audiodeskription), zu Gruppengehörigkeit, Privilegien und Diskriminierung
  • TED Talk: Kimberlé Crenshaw: The urgency of intersectionality: ca. 19 Minuten
    • Sprache: Englisch, Untertitel möglich
    • Inhalt: erklärt Bedeutung von Intersektionalität im Kontext der Diskriminierung von Afro-Amerikanischen Frauen.
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… hinterfragt (2021/1)

by fsr_admin

Liebe Kommiliton:innen,

hier kommt ein Einstieg in ein Themenkomplex, mit dem wir uns in Zukunft regelmäßig beschäftigen wollen. Lest am besten selbst, worum es geht…


… hinterfragt

Die Universität ist weder ein diskriminierungs- noch hierarchiefreier Raum, auch wenn sich viele Disziplinen intensiv mit den Verzahnungen von -ismen und ihren historischen Ursprüngen auseinandersetzen. Viele von uns machen in diesem speziellen Rahmen persönliche Erfahrungen mit Diskriminierungsformen, viele von uns verschließen die Augen davor, wenn andere diese Erfahrungen machen und mit uns teilen und oft sind wir es selbst, die unbewusst intolerantes, diskriminierendes Verhalten unseren Mitmenschen gegenüber äußern.

Welche Erfahrungen mache ich selbst, und welche Erfahrungen machen andere, vor denen ich derzeit noch wegen meiner Privilegien die Augen verschließe?
Rassismus, Sexismus, Homophobie, Ableismus, … – worum genau geht es da und wie äußern sich diese Diskriminierungsformen im Alltag? Was kann ich tun, wenn ich sie in meinem Umfeld bemerke, und inwiefern bin ich mitschuldig oder gar Profiteur:in?

Im Rahmen des Bestrebens, sich mehr mit den Themen Awareness/Sensibilierung und Antidiskriminierung zu beschäftigen, haben sich ein paar Menschen im und um den FSR zu einer AG zusammengeschlossen. Wir wollen uns aktiv mit den -ismen auseinanderzusetzen, die man selbst reproduziert und mit den Machtsystemen, von denen man als Individuum in der Gesellschaft profitiert, anderen Gruppen jedoch schadet. Von dieser AG ausgehend wollen wir uns regelmäßig hier im Newsletter mit relevanten Aspekten zum Thema Awareness und Antidiskriminierung beschäftigen. Hierbei geht es uns dabei, das Licht auf ein Thema zu lenken und Erklärungen sowie zusätzliche Informationen zu liefern – in der Form von Blogs, Podcasts, Büchern und anderen Formaten. Das Ganze soll euch anregen, euch mit dem Thema zu beschäftigen. Seid also gespannt. Wenn ihr ein Thema habt, das zum Oberthema passt und das eurer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit braucht, dann schreibt uns. Wir freuen uns über Mitgestalter:innen.

Übrigens: Dieser Teil des Newsletters wird von drei Studentinnen bearbeitet – wir maßen uns nicht an, Erfahrungsexpertinnen in Themen zu sein, dessen diskriminierenden Dimensionen wir nicht nachvollziehen können. Was wir tun können, ist ein Informationsangebot zu stellen und auf Menschen zu verweisen, die bereits Bildungsarbeit (bezahlt und unbezahlt) leisten und ihre eigenen Erfahrungen teilen können. Wir freuen uns stets über Verbesserungen, Input und auch über eure eigenen Ideen und sind offen für alle, die sich an diesem Format beteiligen möchten.

Euer FSR Geographie

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